Sonntag, 21. Februar 2016

Ein interessanter Vortrag über die menschliche DNA



Am 2. Februar gab es in der Reihe „Campus Live“ der VHS in Hamm in Westfalen einen Vortrag mit dem Titel „Warum ein Dieb nicht spurlos verschwindet“. Der Referent war Dr. Carsten Hohoff, Biochemiker im Institut für forensische Genetik in Münster.
Als Autorin von Kriminalromanen interessiert mich das Thema natürlich sehr und also bin ich abends nach Hamm gefahren. Ich war erstaunt, wie viele Leute da waren. Aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass nicht alle diesen teilweise hoch wissenschaftlichen Vortrag tatsächlich verstanden haben.
Als Erstes erklärte Herr Dr. Hohoff anhand von Folien die Zusammensetzung der menschlichen DNA. Er erläuterte auch, warum teilweise – besonders in Fernsehsendungen, aber sicher auch in Büchern – von DNS die Rede ist. Im Grunde ist es ein und derselbe Begriff, nur einmal auf Englisch mit dem A für Acid und einmal auf Deutsch mit dem S für Säure am Ende.
Der erste Teil des Vortrags drehte sich fast ausschließlich um Spuren an Tatorten und um die Spurenträger. DNA gewinnt das Institut zum Beispiel aus Haaren, Speichel, Hautschuppen oder Schweiß. Tränenflüssigkeit beinhaltet übrigens keine DNA. Da Tränen aber über die Haut fließen, kann hier unter Umständen doch erfolgreich eine Täterspur identifiziert werden. Als bekannteste Spurenträger bezeichnete Herr Dr. Hohoff Handschuhe, Masken, Zigarettenkippen, aber auch Tatwerkzeuge, auf denen der Täter Spuren hinterlässt. Hautschuppen lassen sich auch von Autositzen, aus Klimaanlagen oder von Möbeln, Kleidung und Teppichen herausfiltern. Grundsätzlich hinterlässt jeder Mensch Spuren, auch wenn er sich noch so sehr bemüht, das nicht zu tun. Es ist immer nur die Frage, ob die Ermittlungsbehörden in der Lage sind, diese Spuren zu finden und auszuwerten. Erde an Schuhen oder an Autoreifen kann zum Beispiel auch zur Bestimmung eines Tatortes analysiert werden.
Im weiteren Verlauf erläuterte Herr Dr. Hohoff anhand von Fallbeispielen die praktische Arbeit des Instituts. Inzwischen ist ja allgemein bekannt, dass man noch nach vielen Jahren einmal gesammelte DNA-Proben auswerten kann. Aus diesem Grund sind auch heute immer wieder Fahndungserfolge zu erzielen für Verbrechen, die vor mehr als 20 Jahren begangen wurden. Die Proben sind, vorausgesetzt sie werden dunkel und trocken gelagert, nahezu unbegrenzt haltbar. Das Institut hat es aber häufig auch mit verunreinigten, also kontaminierten Proben zu tun. Bekannt ist das sogenannte „Phantom von Heilbronn“. Hier sind Wattestäbchen, die zum Einsammeln von DNA-Proben verwendet werden sollten, durch eine Mitarbeiterin in der Produktion verunreinigt worden. So befand sich immer dieselbe weibliche DNA zusätzlich auf jeder Probe. Inzwischen sind Datenbanken eingerichtet worden, die solche Kontaminationen erkennbar machen sollen. Es gibt eine Datenbank, in der ausschließlich DNA-Proben von Polizeibeamten registriert sind. Eine andere Datenbank sammelt Proben von allen Mitarbeitern in Unternehmen, die Laborausstattungen und Hilfsmittel herstellen, die bei der Spurensicherung und Spurenauswertung Verwendung finden. Anhand dieser Vergleichsproben können heute solche Vorfälle wie in Heilbronn unverzüglich erkannt werden.
Das Institut für forensische Genetik arbeitet für die Landeskriminalämter, das Bundeskriminalamt, aber auch für ausländische Regierungen wie zum Beispiel die Regierung von Großbritannien. Gegründet wurde es vor mehr als 30 Jahren von Herrn Professor Dr. Brinkmann, der zuvor an der Universität in Münster einen Arbeitskreis für forensische Genetik geleitet hatte. Zu weiteren Dienstleistungen des Instituts gehören Abstammungsprüfungen. Vaterschaftstests und Ähnliches können hier auch von Privatpersonen in Auftrag gegeben werden.

Alles in allem war es ein interessanter Abend und die Erläuterungen von Herrn Dr. Hohoff werden mir sicher bei dem ein oder anderen Fall in meinen Kriminalromanen eine große Hilfe sein. 

Werne-Krimi für die Bühne

Gemeinsam mit dem adspecta Theaterverlag aus Meinerzhagen bringe ich meinen Kommissar Jens Wischkamp aus der Werne-Krimireihe nun auf die Bühne.
Das bedeutet, ich habe ein Theaterstück geschrieben mit dem Titel "Kommissar Wischkamp - Ermittlung mit Hindernissen". Als Vorlage dient eine Mischung aus Werne-Krimi Teil 1 "silvias flucht" und Werne-Krimi Teil 7 "nichts als blauer dunst".
Es war für mich eine ganz neue Erfahrung. Ein Theaterstück ist eben etwas ganz anderes als ein Kriminalroman. Bei einem Theaterstück muss die gesamte Handlung nur aus den Dialogen heraus ersichtlich sein. Außerdem bedarf es einer Reihe von Regieanweisungen, damit die Darsteller später auch genau das ausdrücken können, was ich mit diesem Theaterstück gemeint habe.
Mein erster Entwurf kam deshalb auch postwendend wieder zurück, weil ich eben diese Dinge nicht so berücksichtigt hatte, wie es sein muss. Erfreut war ich aber anschließend, dass es wirklich nur einer Überarbeitung bedurfte. Danach hat der Verlag das Theaterstück angenommen.
Jetzt wird es in absehbarer Zeit deutschlandweit für jede Theatergruppe und für jede Bühne verfügbar sein.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, wo die Premierenaufführung stattfinden wird. Der Brighton Verlag, in dem meine Werne-Krimireihe erscheint, will ein Buch zum Theaterstück auflegen. Auch auf dieses Projekt, an dem ich natürlich maßgeblich mitarbeiten werde, freue ich mich schon sehr. Sobald ich weiß, wann und wo das Theaterstück aufgeführt wird, gibt es dazu einen neuen Post. Dann werde ich auch über meine Erfahrungen bei den Proben dazu berichten, denn die möchte ich mir natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Sonntag, 28. Juni 2015

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Es ist vollbracht - der achte Fall von Kommissar Jens Wischkamp aus meiner Werne-Krimireihe ist fertig geschrieben. Nun muss er noch Korrektur gelesen werden und im November wird "sitz!platz!tot" dann pünktlich vor dem Weihnachtsmarkt in Werne veröffentlicht.

Ich habe schon einiges darüber geschrieben, wie ich mich auf das Schreiben vorbereite und welche Abläufe ich einhalte. Aber ich denke, ich sollte auch einmal etwas darüber schreiben, was passiert, wenn ein Buch dann fertig ist.

Ich weiß nicht, wie es anderen Autoren geht. Aber ich stelle meine Romanmanuskripte immer mit etwas gemischten Gefühlen fertig. Zum einen bin ich natürlich stolz, dass ich es wieder einmal geschafft habe. Zum anderen aber überfällt mich auch eine gewisse Traurigkeit und die Frage: Was mache ich denn jetzt? Korrektur lesen, klar, aber dann geht mein Werk an den Verlag und um alles Weitere muss ich mich ja gar nicht mehr kümmern.

Man kann aber auch nicht so einfach damit anfangen, das nächste Buch zu schreiben. Dafür ist der aktuelle Roman ja noch viel zu präsent im Kopf. Bevor mich dann eine echte Schreibblockade überkommt, gehe ich mal die Ideen durch, die ich mir irgendwann schon einmal notiert, aber nie bis zu Ende gedacht habe.

Meist dauert es nur wenige Tage und bin schon wieder mitten in einem neuen Projekt. An dessen Ende wird es mir aber wieder genauso gehen wie jetzt gerade: Ich fühle mich ein wenig verloren, unschlüssig und ja, auch wenig kreativ im Augenblick. Selbst das Bloggen fällt mir nicht so leicht wie sonst.

Aber ich weiß ja auch, dass diese Gefühle ziemlich rasch verschwinden, sobald mich eine neue Idee oder eine neue Recherche gepackt hat. Also gönne ich mir und meinem Computer mal eine kurze Schreibpause. Denn: Nach dem Buch ist vor dem Buch, das steht auf jeden Fall fest.

Meine nächsten Projekte:

Überarbeitung meiner ersten vier Romane (Ronda Baker Reihe) und neue Veröffentlichung.
Werne Krimireihe Teil 9 für das kommende Jahr

Aber zuerst einmal fahre ich Anfang August zur Nibelungen Buchmesse nach Worms und werde dort meine Krimis aus dem Münsterland einmal einem anderen Publikum präsentieren. Darauf freue ich mich im Augenblick ganz besonders.

Mal ein Ausflug in eine andere Region

Eigentlich sollte es ein Wettbewerbsbeitrag werden. Aber in die Short-List hat es mein Manuskript mit dem Titel "Sonneberger Puppenspiel" dann 2014 doch nicht geschafft.

Der literarische Ausflug nach Thüringen hat aber in diesem Jahr einen Verlag gefunden und so wurde mein Thüringen-Krimi am 1.5.2015 veröffentlicht. Für mich war es eine extrem spannende Geschichte, dieses Buch zu schreiben. Warum? Nun, das ist einfach erklärt.

Mein Ehemann ist in Sonneberg in Thüringen geboren und hat dort auch seine ersten Lebensjahre verbracht. Nach der Wende sind wir gemeinsam schon einige Male dort gewesen. Wir haben das Spielzeugmuseum besucht und auch den Umbau des kleinen Sommerschlosses auf dem Sonneberger Schlossberg zu einem hübschen Hotel hautnah miterlebt - inklusive Baustellenbesichtigung. Was lag also näher als diese Handlungsorte in einen spannenden Krimi einzubinden.

Um den Schlossberg in Sonneberg ranken sich einige Legenden. Meine Schwiegermutter hat mir oft davon erzählt. Was lag also näher, als einen Bogen zu schlagen vom frühen Mittelalter über die DDR-Zeit bis hin zum Sonneberg von heute? Ich denke, es ist mir ganz gut gelungen. Ende August werde ich gemeinsam mit meinem Mann einige Tage in Thüringen verbringen und dort sowohl in Sonneberg als auch in Suhl - den beiden Haupthandlungsorten - eine Lesung veranstalten.

Mir hat dieser Ausflug in eine andere Region Deutschlands viel Spaß gemacht. Mal schauen, vielleicht gibt es ja irgendwann noch Regionalkrimis aus anderen Bundesländern aus meiner Feder.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Es geht doch weiter ....

Es wird auch in diesem Jahr einen Werne-Krimi geben. Der Brighton Verlag hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht und das Buch noch zur Frankfurter Buchmesse fertiggestellt. Gestern durfte ich "nichts als blauer dunst", Werne Krimireihe Teil 7 dort ganz offiziell im Regal bewundern. Und auch die ersten sechs Bände werden am 1.1.2015 neu im Brighton Verlag veröffentlicht. Die Cover sind bereits fertig und ich hoffe auf viele neue Leser. Auf der Webseite www.werne-Krimi.de gibt es das passende Foto dazu.

Und hier als kleiner Vorgeschmack der Klappentext zu "nichts als blauer dunst":

Im Jahr 2007 erschüttern mehrere Vermisstenmeldungen die Kleinstadt Werne. Zunächst verschwindet Friedhelm Opendieck, Ehemann der bekannten Werner Unternehmerin Annette von Bechtholf-Opendieck. Dann sind nacheinander drei junge Frauen aus Werne und Lünen nicht mehr aufzufinden. Erst als der junge Polizeibeamte Christian Wörner Kommissar Jens Wischkamp bittet, einen Zusammenhang der Vermisstenfälle zu untersuchen, gibt es neue Erkenntnisse. Mindestens zwei der verschwundenen jungen Frauen können mit Friedhelm Opendieck in Verbindung gebracht werden. Als einige Wochen später seine Psychotherapeutin Beatrice Mengels ermordet aufgefunden wir, deutet alles auf Friedhelm Opendieck als Täter hin. Aber die Fahndung nach ihm bleibt erfolglos.
In seinem siebten Fall greifen die Schatten der Vergangenheit nach Kriminalkommissar Jens Wischkamp. Beim Abbruch der Schule am Windmühlenberg im Jahr 2013 in Werne werden menschliche Knochen gefunden. Handelt es sich dabei um die Überreste der Vermissten? Bei genauerer Untersuchung des Fundes stellt sich heraus, dass dort nicht nur drei, sondern fünf menschliche Leichen versteckt worden waren. Aus Tätern werden Opfer und Kriminalkommissar Wischkamp verfolgt die Spuren bis in die Vergangenheit. Wird es ihm gelingen, die Wahrheit ans Licht zu bringen?

So, und jetzt wünsche ich spannende Unterhaltung bei der Lektüre von Werne-Krimi Teil 7.

Dienstag, 22. Juli 2014

Schlechte Nachrichten für alle Fans meiner Werne-Krimi-Reihe

Es wird 2014 keinen neuen Werne-Krimi aus dem Candela Verlag geben. Das liegt nicht etwa daran, dass ich es nicht geschafft hätte, das Buch zu schreiben. Das fertige Manuskript habe ich weit vor dem Abgabetermin Anfang Juni eingereicht. In dieser Woche habe ich mich jedoch gezwungen gesehen, das Manuskript zu "nichts als blauer dunst" offiziell wieder zurückzuziehen.
Hier ein paar Informationen zu den Gründen:
Mein erster Werne-Krim (Band 4 - anonymus@) erschien im November 2011. Ein Jahr später wurden die Teile 1 bis 3 neu aufgelegt und mit "blind date" kam zeitgleich kurz vor Weihnachten der fünfte Werne-Krimi in den Handel. Seit Mitte 2013 diskutiere ich mit dem Candela Verlag darüber, dass ich eine Honorarabrechnung haben möchte. Ich wurde immer wieder vertröstet und mit leeren Versprechungen abgespeist. Das ging so bis etwa April 2014. Danach hat der Verlag die Kommunikation mit mir vollkommen eingestellt. Das bedeutet, meine E-Mails und auch meine Briefe werden einfach nicht mehr beantwortet. Von mir gesetzte Fristen hat der Verlag ungenutzt und unkommentiert verstreichen lassen.
Also habe ich anhand der mir per 31.12.2013 gemeldeten Verkaufszahlen meine Abrechnung selbst geschrieben und dem Verlag sowohl per E-Mail als auch per Post als Rechnung zugeschickt. Letztmöglicher Zahlungstermin wäre der 18.7. gewesen. Aber es ist nichts passiert.
Gestern habe ich den Verlag darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich ein gerichtliches Mahnverfahren anstreben werde und möglicherweise auch durch einen unabhängigen Buchprüfer meine Verkaufszahlen überprüfen lasse. Dieses Recht steht mir laut Autorenvertrag zu. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass ich die Gründe, warum ich das Manuskript zurückgezogen habe, publik machen werde. So geht man einfach nicht mit einem Autoren um, den man noch vor etwa einem halben Jahr als Bestsellerautor des Verlags bezeichnet hat.
Vor diesem Hintergrund will und werde ich jedenfalls in diesem Jahr keinen weiteren Krimi bei Candela veröffentlichen. Erst einmal müssen die Altlasten beseitigt sein, dann kann man weitersehen.

Über Neuigkeiten informiere ich euch hier und auf meiner Webseite.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Nur eine Stunde - die neue Anthologie aus dem Candela Verlag

Was haben Krimis, erotische Geschichten und Fantasy-Stories gemeinsam? Das ist einfach erklärt. In der neuen Anthologie aus dem Candela Verlag mit dem Titel "Nur eine Stunde" sind eben diese Genres innerhalb eines Buches vertreten.

Zu den Kurzkrimis gehört mein Beitrag "60 Minuten Ewigkeit", eine spannende Geschichte darüber, wie nur eine Stunde das Leben von vielen Menschen verändern kann.

Einen Kurzkrimi zu einem bestimmten Thema zu schreiben, war wie immer eine große Herausforderung. Ich bin stolz und glücklich, dass mein Beitrag in das Buch aufgenommen wurde und werde jetzt sicher einige Stunden damit zubringen, alle anderen Beiträge zu lesen.